Sein Name ist Mauss, Werner Mauss
Wochenspiegel 03.06.1998
Heute startet die große WOCHENSPIEGEL-Serie über den Geheimagenten
Kreis/Bogota (zen). Sein Name ist Mauss, Werner Mauss. Sein Beruf: International tätiger Ermittler. Seine Auftraggeber sitzen in der ganzen Welt. Dazu zählen deutsche und internationale Sicherheitsbehörden und Konzerne. Gesteuert werden die internationalen Einsätze des Superagenten, der nun auch von der kolumbianischen Justiz komplett rehabilitiert wurde, aus einem kleinen Hunsrückort.
Selbst angesprochen auf seinen Beruf, gibt er diesen mit Kriminalsachverständiger an. Vom gelernten Landwirt entwickelte sich Mauss zum bekanntesten Agenten der Republik, knackte Kriminalfälle, an denen die in einen schwerfälligen Polizeiapparat eingebundenen Beamten verzweifelten. Mauss, alias „Tigel“, alias ""Koch"", ""Horst Faber"", alias ""Eric"" schlüpfte immer wieder in neue Rollen und arbeitete sich als Privatagent nach oben. Gedeckt und geführt durch das Bundeskriminalamt und finanziert von der Industrie, brachte Mauss selbst verschwiegenste Ganoven erst zum Reden und dann hinter Schloss und Riegel.
Nach eigenen Angaben über 2000 Ganoven. Mal war es ein
gesuchter RAF-Terrorist, den Mauss in Griechenland
aufspürte, mal der Kölner Domschatz, den der 58jährige
wiederfand. Zwar kam in verschiedenen Strafprozessen und
parlamentarischen Untersuchungsausschüssen öfters der
Vorwurf auf, die Erfolge des Geheimagenten seien nur dadurch
möglich geworden, weil sich Mauss in einer Grauzone zwischen
Legalität bewegen durfte, doch letztlich ließen ihn alle auf
Grund der Erfolge gewähren , ob BKA, LKA, ob
Bundesnachrichtendienst oder Bundesregierung. In der großen
Serie lassen wir das bewegte Leben des umstrittenen
Hunsrücker Geheimagenten Revue passieren, berichten über die
spektakulärsten Erfolgen.
Mit freundlicher Genehmigung des Wochenspiegel SW Verlages